Der Fachkräftemangel in der IT-Branche ist in aller Munde. Gut ausgebildeter Nachwuchs ist Mangelware. Zudem haben Untersuchungen von EMC ergeben, dass sich weltweit die Zahl der benötigten Speicherprofis bis 2012 verdoppeln wird - auf über eine Million. An dieser Stelle setzt EMC mit seinem Academic-Alliance-Programm an, indem es Fachhochschulen und Universitäten einen herstellerneutralen Kurs zum Thema „Grundlagen der Informationsspeicherung und -verwaltung “ anbietet. Ziel dieses Engagements ist es, die Wissenslücke zwischen Praxis und Lehre im Bereich Storage und Informationsmanagement zu schließen und die Studenten so besser auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten. Die Module des Academic-Alliance-Lehrplans können in die vorhandenen Informatiklehrprogramme integriert werden. EMC stellt den Lehrplan sowie die Schulungen für die Professoren bereit, die sich im Rahmen eines Train-the-Trainer-Konzepts mit den Inhalten vertraut machen können. Das Academic-Alliance-Programm wurde 2006 gestartet und wird inzwischen weltweit an über 250 Universitäten und Fachhochschulen umgesetzt.
In Deutschland nehmen bereits die FH Flensburg und die FH Brandenburg an dem Academic-Alliance-Programm teil. Beide werden schon in diesem Wintersemester mit dem Programm starten. In Flensburg wird der Kurs beispielsweise als Wahlpflichtfach im Hauptstudium des Studiengangs Wirtschaftsinformatik angeboten und mehrstündig über das gesamte Semester laufen.
Hoher Praxisbezug gefordert
„Die Datenmengen, die gespeichert werden müssen, nehmen rasant zu. Insofern werden natürlich auch die entsprechenden Technologien, um dieser Datenflut Herr zu werden, immer wichtiger. Mit dem Academic-Alliance-Projekt möchten wir unseren Studenten diese Technologien näher bringen,“ erklärt Prof. Dr. Wolfgang Riggert von der FH Flensburg seine Motivation zur Teilnahme an dem Programm. Dieser Meinung ist auch Dietmar Hausmann, Leiter Technischer Labordienst, Service und Organisation der FH Brandenburg: „Durch die enge Zusammenarbeit mit EMC sind wir in der Lage, unseren Studenten neue Projekte und Technologien zu vermitteln, die direkt vom Hersteller kommen und so immer „up to date“ sind.“ Zusätzlich erhofft sich Hausmann, dass durch das Programm eine Community entsteht, die sowohl die Lehrenden als auch die Studenten und die Partner aus der Wirtschaft einschließt. Denn von dem gegenseitigen Austausch können seiner Meinung nach alle Beteiligten nur profitieren.
In Brandenburg werden die Inhalte des Academic-Alliance-Programms schon in die Erstsemesterveranstaltung „Grundlagen und Anwendungen der Wirtschaftsinformatik“ integriert. „Ich halte das für sinnvoll, da es im Bereich der Speichertechnologien sehr innovative Neuerungen gibt. Ab nächsten Sommer werden wir dann auch das Modul „Storage Technology Foundations“ als Wahlpflichtfach anbieten“, erläutert Prof. Dr. Andreas Johannsen von der FH Brandenburg. „Unser Verständnis vom Academic-Alliance-Programm schließt auch Exkursionen zu EMC oder Referenzkunden ein. Außerdem wollen wir Gastdozenten, beispielsweise Techniker von EMC, in das Projekt involvieren.“
Die Zukunft im Blick
Aber was bewegt Unternehmen wie EMC dazu, soviel Zeit, Wissen und finanzielle Ressourcen in Projekte zur Nachwuchsförderung zu investieren? Eine Antwort darauf gibt Ulrich Breimann, Personalleiter bei EMC Deutschland: „Die IT ist eine sehr innovationsfreudige Branche, in der vieles von den Ideen, Visionen und der technischen Innovationskraft der Mitarbeiter abhängt. Die Basis hierfür ist natürlich eine gute, fundierte Ausbildung“. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, will EMC junge Menschen dazu ermutigen, eine technische Laufbahn anzustreben. „Wir wollen den Studenten die Relevanz von Informationsmanagement angesichts der unaufhaltsam wachsenden Datenflut vermitteln. Dazu intensivieren wir den Dialog mit den relevanten Fachbereichen und leisten einen Beitrag, um Wissenschaft und Praxis enger miteinander zu verzahnen. Auf diesem Wege kommen wir früher und auf einer neuen Ebene mit potenziellen Mitarbeitern in Kontakt, die EMC sonst vielleicht gar nicht kennenlernen würden.“ Mit dem Academic-Alliance-Programm möchte sich EMC zugleich als attraktiver Arbeitgeber positionieren, ersten Kontakt zu potenziellen Mitarbeitern knüpfen und dafür Sorge tragen, dass diese eine praxisorientiertere Ausbildung bekommen.
Aber auch auf Seiten der Bildungseinrichtungen macht man sich Gedanken zu Auswegen aus dem Fachkräftemangel: „Wir müssen die Faszination und Möglichkeiten des Bereichs digitale Medien und Informationsmanagement noch stärker vermitteln,“ lautet das Fazit von Prof. Dr. Andreas Johannsen von der FH Brandenburg. „Dies erreichen wir nur, indem wir zeitgemäße Abschlüsse anbieten, uns Partner aus der Wirtschaft suchen und die Studieninhalte stark an der Praxis ausrichten.“
Neben dem Academic-Alliance-Programm intensiviert EMC die Kooperation mit Hochschulen im Rahmen von Praktika und Diplomarbeiten. Gemeinsam mit der Berufsakademie Mannheim bietet das Unternehmen beispielsweise ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker/in an. Derartige Initiativen sollen zukünftig deutschlandweit an EMC-Standorten vertieft und ausgebaut werden.
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