Von Jeff Nick
Der effiziente und effektive Gebrauch von IT macht es nicht nur notwendig, dass wir mehr mit weniger erreichen, sondern auch, dass unsere verarbeiteten Informationen wertvoller sind.
In der heutigen Zeit sind Unternehmen und Privatpersonen sich mehr denn je ihrer Verantwortung bewusst, Ressourcen zu erhalten und negative Einflüsse auf unsere Umwelt zu minimieren.
Dennoch geht die Rolle, die die IT-Industrie bei der Nachhaltigkeit spielt, weit über die Energieerhaltung und Abfallbeseitigung hinaus. Unser Produkt ist die Verarbeitung von Informationen. Der effiziente und effektive Gebrauch von IT macht es nicht nur notwendig, dass wir mehr mit weniger erreichen, sondern dass wir auch mehr Nutzen aus den Informationen ziehen können, die wir verarbeiten.
Unser digitales Informationsuniversum explodiert und sollte bei vorsichtiger Schätzung 2500 Milliarden Gigabytes bis 2012 betragen. 85% dieser Informationen werden in einigen Punkten von Unternehmen verwaltet. EMC verfügt über Schlüsseltechnologien, die bei der Bewältigung dieser Explosion hilfreich sind. Bei der Virtualisierung werden zum Beispiel Workloads auf weniger Servern und Speichersystemen zusammengefasst, und die Auslastung wird auf bis zu 80% gesteigert.
Algorithmen zur Deduplizierung schaffen Links zu Originaldaten und führen nicht zu wiederholtem Kopieren. Das führt im Durchschnitt zu einer 20-fachen Reduktion überflüssiger Daten. Außerdem haben wir Flash: Das ist deshalb so interessant, weil es die I/O-Rückmeldung verbessert und seine Effizienz ist ziemlich beeindruckend. Flash verbraucht 38% weniger Energie, als Diskettenlaufwerke – über 98% weniger bei der Messung der I/O-Abfrage. Flash ist umweltfreundlich.
Dann gibt es noch das Information Lifecycle Management. Es unterstützt umweltfreundliche IT durch Datenspeicherung in Reihen entsprechend der Datenzugriffe. Im Gesundheitswesen z. B. muss auf das MRT eines Patienten für eine Diagnose sofort zuzugreifen sein, deshalb liegt es auf einer Hochleistungsreihe. Wenn die akute Behandlungsphase abgeschlossen ist, kann das MRT auf einer Archivierungsreihe abgelegt werden, die weniger Energie verbraucht.
Kostenersparnis
Jede dieser fortschrittlichen Technologien steigert den Nutzen der Datenverarbeitung, weil sie dem Ressourcenverbrauch angepasst sind. Das heißt, es gibt eine neue Dimension nachhaltiger IT-Entwicklung, die sich eine massive Kostenersparnis zum Ziel gesetzt hat – Cloud Computing. IT-Organisationen beschäftigen sich nicht nur mit explodierenden Datenvolumen, sondern auch mit infrastruktureller Ausbreitung, Identität und Zugriffskontrolle, Phishing, Service-Attacken, neue Regularien und kleineren Budgets. Diese Gegebenheiten brachten uns schließlich in Bezug auf Nachhaltigkeit zum Cloud Computing.
Die Unternehmen wachsen unaufhörlich und lagern zunehmend gewisse Prozesse an Experten aus. Anstatt große Investitionen in den Ausbau der Datenzentren zu machen, zahlen diese Kunden lieber nur für das, was sie benötigen. Die Cloud-Infrastrukturen tragen zur Nachhaltigkeit bei, weil die Dienstanbieter für Cloud die Möglichkeit haben, mehrere Kunden gleichzeitig zu hosten. Eine Infrastruktur der Ressourcenteilung bedeutet größere Kostenersparnis, verbesserte Energie- und Kühleffiziens der Aggregate.
Cloud Computing steigert die Prozesse der Datenzentren ohne zusätzliche infrastrukturelle Unterstützung. Das Ziel des Cloud Computing ist die Wandlung der IT-Infrastruktur in eine kostengünstige, effiziente, gemeinsam nutzbare, flexible Dienstleistung. Das ist nachhaltige IT als Anwendungsmuster.
Verbesserungen sind nötig
Sie verfügen über Informationsdepots, die nicht nahtlos miteinander verknüpft werden können, weil sie in verschiedenen Formaten vorliegen, unterschiedliche Protokolle unterstützen und verschiedene Datensatz-IDs haben. Durch diese Datenexplosion und die gemeinsamen Hindernisse durch alle Speicher, ist es eine zunehmende Herausforderung, die Datensammlungen, Zusammenhänge und Analysen.
Im heutigen Gesundheitswesen sind drei Aufgaben problematisch. Das erste Problem ist die Feststellung Ihrer Identität.. Zahlreiche Merkmale identifizieren Sie: Ihr Name, Geburtsurkunde, Krankenversicherungsnummer, Steuernummer, Führerschein, Angestellten-ID. Es gibt keinen Standard, der die konsistente Verwendung dieser Merkmale in allen Datenspeichern und bei Behörden vorschreibt.
Das zweite Problem hängt damit zusammen, dass Sie datenmäßig als Patient geführt werden. Sie sind die Notizen, Verordnungen, Diagnose-Tests und Anamnese des Arztes: Informationen, die in vielen Formen und an vielen Aufbewahrungsorten mit verschiedenen Zugangsmethoden vorhanden sind.
Das dritte Problem bezieht sich auf Ihren Zustand. Ärzte, Gesundheitsdienstleister, Versicherungsträger, Radiologen und Forscher müssen Ihre Identifikationsdaten miteinander abstimmen, bevor Sie über ein sicheres Informations-Sharing gemeinsam Ihren Status bestimmen und Ihren Zustand festsetzen.
Die Lösung ist der Informationsaustausch als Dienstleistung. Cloud Computing kann als ein Programm zur Informationsinfrastruktur dazu beitragen. Unsere Aufgabe ist die Bereitstellung einer Cloud-Infrastruktur zur Integration, zum Identitätsabgleich und zur Zusammenarbeit bei der Zusammenstellung anonymer Daten. Hier beschreitet die IT einen neuen Weg zur Unterstützung der Nachhaltigkeit bei der Menschheit.
Jeff Nick ist Senior Vice President und Chief Technology Officer bei EMC
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