Vertrauen ist gut, Versicherung ist besser
Versicherungen schaffen Werte aus Risiken. Nach Ansicht des Psycho¬logen Abraham Maslow folgt direkt nach dem elementaren Wunsch nach Nahrung und Wärme schon das Bedürfnis, sich gegen etwaige Risiken abzusichern. Dies ist der Motor für die Versicherungswirtschaft. Doch der Markt ist hart umkämpft, die Kunden anspruchsvoll und immer neue gesetzliche Vorgaben erschweren den Verkauf. Die Anbieter müssen mit neuen Konzepten mehr für die Kundenbindung und -gewinnung tun, ihr Image verbessern und Kostensenkungsmaßnahmen umsetzen.
Die Information im Zentrum
Informationen stellen im modernen Wirtschaftsleben das wertvollste Kapital von Unternehmen dar: Wertschöpfende Arbeit wird zunehmend durch Nutzung von Informationen bestimmt, der Anteil der materiellen Produktion wird geringer. Unternehmen unterschätzen den Wert des Informationskapitals und nutzen folglich das vorhandene Potenzial nur in Teilen. Damit verschwenden sie wertvolle Ressourcen - genau wie Unternehmen, die ihre Produktionsstätten oder Mitarbeiter nicht effizient einsetzen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihren Informationsbestand genau kennen und dafür sorgen müssen, dass die Daten effizient in die Geschäftsprozesse integriert werden können. Dies bedeutet eine substanzielle Verschiebung der Art und Weise, wie IT-Architekturen im Rechenzentrum geplant und aufgebaut werden: Nicht mehr die Anwendungen stehen im Zentrum, sondern die Prozesse und die Daten, die damit verknüpft sind. Vor diesem Hintergrund bekommen heiß diskutierte Trendthemen wie Virtualisierung, IT-Security oder Energieeffizienz eine ganz neue Bedeutung. Aber auch altbekannte Dauerbrenner wie Konsolidierung, Enterprise Content Management (ECM) oder Datenspeicherung dürfen im Rechenzentrum der Zukunft nicht fehlen.
Kulturelle Schätze für die Nachwelt erhalten
In Zeiten unablässigen Datenwachstums vergessen wir oft, wie kostbar und fragil viele dieser Informationen sind – insbesondere, wenn sie unser kulturelles Erbe betreffen. Doch hin und wieder werden wir schmerzvoll daran erinnert, was uns unwiderruflich verloren geht, wenn diese Informationen nicht mehr existieren oder verfügbar sind. Im Februar 2007 musste die NASA eingestehen, dass die Tonaufzeichnungen der ersten Mondlandung nicht mehr nutzbar sind. Im September 2004 zerstörte ein verheerender Brand in der Anna Amalia Bibliothek in Weimar große Teile ihres wertvollen Bestandes aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Informationen rücken ins Zentrum
Mit der fortschreitenden Digitalisierung der wirtschaftlichen Tätigkeit werden Informationen zum wichtigsten Wertschöpfungsfaktor. Gleichzeitig steigen Umfang und Vielfalt der weltweiten Datenbestände unaufhörlich an. Daraus resultieren massive Herausforderungen: Unternehmen müssen permanent wachsende Informationsmengen effizient verwalten, sichern und archivieren und darüber hinaus mit immer komplexeren Geschäftsprozessen verzahnen. Mithin verschiebt sich die Prämisse für Planung und Weiterentwicklung der IT-Architektur: Nicht mehr die Anwendungen stehen primär im Fokus, sondern Prozesse und damit assoziierte Informationen. Vor diesem Hintergrund gewinnen drei Schlüsseltechnologien in Rechenzentrum besondere Bedeutung, nämlich Enterprise Content Management, Virtualisierung und Cloud Computing.
Zitatgeber: Michael Hammerstein, Geschäftsführer der EMC Deutschland GmbH
FAZ Beilage Business Continuity
IT am Wendepunkt
Wieder einmal scheint ein neues Zeitalter für die IT-Nutzung und -Bereitstellung anzubrechen. Während in der Vergangenheit die grafische Nutzeroberfläche, das Internet sowie die Mobiltechnologie große Entwicklungsschritte darstellten, ist es derzeit die Verarbeitung immer größerer Informationsmengen. Kleine wie große Unternehmen und Organisationen stehen vor der Herausforderung, ihre Informationen zu kanalisieren, zu verwalten und für das Unternehmen nutzbar zu machen. Die wichtigsten Lösungsansätze liegen dabei in Informationsmanagement, Service-orientierter Infrastruktur, nahtloser IT-Umgebung und optimierter Datennutzung.
Weltkulturerbe für die digitale Zukunft
1766 zog auf Weisung der Herzogin Anna Amalia die höfische Büchersammlung in das Grüne Schloss in Weimar um. Seitdem hat sich die Bibliothek der Aufgabe gewidmet, Kulturgut zu sammeln und zu bewahren. Heute umfasst ihr weltberühmter historischer Bestand unersetzliche Schätze wie die Faust-Sammlung mit 14.000 Bänden sowie Landkarten und Atlanten aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Um die historischen Werke dauerhaft zu schützen, begann die Bibliothek schon vor drei Jahren im Rahmen der Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz von Kulturgut mit ihrer digitalen Sicherung. Die digitalen Abbildungen werden in einem Online-Archiv erfasst und stehen einem weltweiten Publikum im Internet zur Recherche und zur Einsicht zur Verfügung.
Performance-Gewinn und schnelle Umstellungsprozesse
Schon frühzeitig wurden Grids im wissenschaftlichen High Performance Computing eingesetzt, später folgten kommerzielle Lösungen auf Client-Server-Basis. Mithilfe moderner Middleware ließen sich immer komplexere Grids aufbauen, mit denen die installierten Hardware-Ressourcen besser genutzt werden konnten. Diese Aufgaben lassen sich zunehmend durch Virtualisierung lösen, während sich die Middleware-Ebenen mehr und mehr zum neuen Engpass in den Tera- und Petabyte-Grids entwickeln. Die Lösung dafür heißt "Virtualisierung der Middleware" — bislang eine Nischenanwendung von wenigen Startups. Doch diese gewinnen immer mehr Großkonzerne als Kunden.
Supermarkt 2010
Die technologische und prozesstechnische Zukunft des Einzelhandels hängt an einem Minichip: RFID. Als vor drei Jahren die ersten RFID-Tests in der Logistik positiv ausfielen, überschlugen sich die Prognosen für den Nutzen im Handel. In Deutschland preschte vor allem die Metro-Gruppe mit ihrem Future-Store voran. Ihr Gegenstück in den USA waren Walmart und die Pharmaindustrie, die sogar gesetzliche Rückendeckung für den RFID-Einsatz bekamen.
