Mit der fortschreitenden Digitalisierung der wirtschaftlichen Tätigkeit werden Informationen zum wichtigsten Wertschöpfungsfaktor. Gleichzeitig steigen Umfang und Vielfalt der weltweiten Datenbestände unaufhörlich an. Daraus resultieren massive Herausforderungen: Unternehmen müssen permanent wachsende Informationsmengen effizient verwalten, sichern und archivieren und darüber hinaus mit immer komplexeren Geschäftsprozessen verzahnen. Mithin verschiebt sich die Prämisse für Planung und Weiterentwicklung der IT-Architektur: Nicht mehr die Anwendungen stehen primär im Fokus, sondern Prozesse und damit assoziierte Informationen. Vor diesem Hintergrund gewinnen drei Schlüsseltechnologien in Rechenzentrum besondere Bedeutung, nämlich Enterprise Content Management, Virtualisierung und Cloud Computing.
Nur mit Gold aufzuwiegen: Vom Wert digitaler Informationen
Wenn vom 21. Jahrhundert die Rede ist, taucht früher oder später der Begriff Informationszeitalter auf. Aus gutem Grund, denn kaum ein Entscheidungs- oder Kommunikationsprozess, der heutzutage ohne digitale Daten denkbar wäre. Der oft beschworene Wert von Informationen liegt jedoch keineswegs in ihrer schieren, nahezu stündlich anwachsenden Menge. Wertschöpfend allein sind relevante Informationen, auf die im gegebenen Geschäftskontext unmittelbar zugegriffen werden kann. Der Wertbeitrag von Informationen bemisst sich folglich an der Flexibilität und Präzision, mit denen diese in das Prozess- und Beziehungsgefüge eines Unternehmens einfließen können. Umgekehrt verursachen schwer auffindbare, irrelevante oder ineffizient gemanagte Informationen beträchtliche Mehrkosten. Fehlender Zugriff bremst Entscheidungen und beeinträchtigt mitunter empfindlich die Wettbewerbsfähigkeit.
Im Hinblick auf klar strukturierte Daten wie Artikel- oder Kundenstämme im Warenwirtschaftssystem mag die Integration zwischen Information und Geschäftsprozess als minderschwere Herausforderung erscheinen. Jedoch sinkt der Anteil kritischer Informationen, die wohlstrukturiert in eindeutig lokalisierten Datenbanken residieren. Stattdessen haben es Unternehmen vermehrt mit unstrukturierten Inhalten zu tun: Bestellungen per Fax, Reklamationen per Brief, Anfragen per E-Mail oder – im Web 2.0-Zeitalter immer bedeutsamer – Kundenfeedback aus Chatrooms, Blogs und Online-Foren. Umfangreiche Entwicklungsdokumentationen, zum Beispiel in der Automobilindustrie, lassen sich ebenfalls nicht in ein festes Datenbankschema zwängen. Gleichwohl müssen digitale Konstruktionspläne und Designunterlagen in diversen Bearbeitungsversionen mit Zulieferern in aller Welt schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Das Innovationstempo und damit der Markterfolg eines Herstellers hängen also direkt von der Fähigkeit ab, relevante Informationen über verschiedene Quellen hinweg zu loklaisieren, zu selektieren und den beteiligten Entwicklungspartnern zu vertretbaren Kosten zur Verfügung zu stellen. Dies gilt nicht nur für die Autoindustrie, sondern in gleicher Weise für alle anderen technologieintensiven Branchen.
ECM – zentrale Informationsdrehscheiben entstehen
Enterprise Content Management, kurz ECM, kann als übergeordneter Lösungsansatz verstanden werden, der sämtliche Datenquellen eines Unternehmens einbezieht und Informationen gemäß ihrer Prozessrelevanz behandelt. Anders als bisher verfügbare Content-Management-Konzepte fokussiert ECM weder einseitig auf isolierte Prozessbereiche noch auf bestimmte Informationstypen. Der Ansatz erstreckt sich über alle Phasen im Lebenszyklus unstrukturierter Informationen: von der Erfassung und Evaluierung über alle Verarbeitungsstufen bis hin zur Archivierung und finalen Löschung. Auf der Ebene der Geschäftsprozesse zielt ECM auf effiziente Bereitstellung unstrukturierter Inhalte und deren situationsgerechter Verknüpfung mit strukturierten Daten. ECM verbindet also die prozessorientierte Sicht mit der Lebenszyklusperspektive. Ziel dabei ist es, den Wertschöpfungsbeitrag unstrukturierter Inhalte zu maximieren und gleichzeitig die Kosten für deren Beschaffung, Verwaltung, Archivierung und Bereitstellung nachhaltig zu senken.
Den Startpunkt jeder ECM-Lösung bildet ein effizientes Input-Management. Maßgabe dabei ist, dass Inhalte nur ein einziges Mal erfasst werden und anschließend in beliebigen Zusammenhängen wiederverwendbar sind. Einfaches Scannen von Papierdokumenten reicht dafür in den wenigsten Fällen aus. Denn schon während der Erfassung muss der jeweilige geschäftliche Kontext zugeordnet werden – entweder durch Verknüpfung mit strukturierten Stammdaten oder durch automatisierte Indizierung und Klassifizierung der digitalisierten Inhalte. Der ganzheitliche Anspruch von ECM zeigt sich unter anderem daran, dass die Business-Logik für die Indizierung und Klassifizierung auf alle Medientypen in gleicher Weise angewendet wird, auf gescannte Papierformulare ebenso wie auf E-Mails oder Beiträge aus einem Web-Forum.
Effizienzkur für Informationen
Manuelle Bearbeitungsschritte im Umgang mit Informationen so weit wie möglich zu eliminieren, ist Aufgabe des ECM-Teilbereichs TCM. Das Kürzel steht für Transactional Content Management (TCM) und bezeichnet ein Konzept zur automatisierten und damit hocheffizienten Weiterleitung sämtlicher Dokumenteingänge an die jeweiligen Geschäftsapplikationen. Notwendig dafür ist eine enge Integration der TCM-Lösung mit diversen Speicher- und Backend-Systemen. Ein relativ einfaches Beispiel für TCM-Integration wäre das Zusammenspiel von Dokumentenmanagement- und CRM-System. Bei einem Finanzdienstleister etwa ließe sich damit ein automatisierter Workflow etablieren, der digitalisierte Kredit- oder Depotanträge mit den zugehörigen CRM-Informationen in ein gemeinsames Repository zusammenfasst. Zugleich könnte dieses Repository zur revisionssicheren Archivierung dienen. TCM verbessert in diesem Beispiel die Compliance-Fähigkeit, senkt nachhaltig Erfassungs- wie Datenhaltungskosten und hilft zudem, Streuverluste von Vertriebsaktivitäten zu verringern. Darüber hinaus vertieft das skizzierte TCM-Repository die Kundenkenntnis und ermöglicht auf diesem Weg besser fundierte, qualitativ höherwertige Beratungsangebote. Dies wiederum festigt die Kundenloyalität und trägt somit direkt zur Ertragssteigerung bei.
Festzuhalten bleibt, dass ECM eine unternehmensweit konsistente Informationsinfrastruktur etabliert, die alle herkömmlichen Formen von Dokumenten-, Content- und Wissensmanagement zwar einschließt, doch weit mehr ist als nur Summe dieser Teile. Prinzipiell sind sämtliche IT-Systeme eines Unternehmens in die ECM-Strategie involviert, SAP-Anwendungen ebenso wie Datenarchive, Mail-Server, Office-Programme oder Web-2.0-Portale. Hier liegt auch der Grund, warum sich traditionelle Architekturen und feste Schnittstellen für ECM von vornherein verbieten. Denn andernfalls müssten alle beteiligten Einzelsysteme für den Datenaustausch mit ECM umprogrammiert werden. Nicht nur die Implementierung wäre zeitraubend und unverhältnismäßig teuer, sondern auch jede spätere Anpassung an veränderte Geschäftsprozesse. Gerade die Flexibilität jedoch, mit der IT-Architekturen auf veränderte Geschäftsprozesse reagieren, wird zur unabweisbaren Forderung an praktisch jedes Rechenzentrum. Denn bei permanent beschleunigtem Marktempo hängt die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens von eben dieser Flexibilität ab.
Informationsflut rollt unaufhaltsam auf uns zu
Flexibilität ist nur einer von vielen Gründen, weshalb Virtualisierung zu einer Basistechnologie avanciert. In Rechenzentren laufen immerhin die Aber-Milliarden Bits und Bytes unserer digital vernetzten Welt zusammen: Virtuelle Video-Meetings, drahtloser Abruf von Umsatz-Charts, mobiler Zugriff auf Web-2.0-Plattformen oder aufwendige Computersimulation in Industrie und Wissenschaft – Rechenzentren sind nicht nur in punkto Flexibilität, sondern auch in Bezug auf Skalierbarkeit und Verfügbarkeit mit nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Allein schon aufgrund der tsunamiartig anschwellenden Datenflut stoßen herkömmliche IT-Architekturen früher oder später an Kapazitätsgrenzen. Um 487 Milliarden Gigabyte hat das Digitale Universum im Jahr 2008 zugelegt. Die Menge dieser unvorstellbaren Anzahl an Informationen wuchs um drei Prozent schneller als IDC, das die Studie im Auftrag von EMC durchgeführt hat, ursprünglich voraussagte. Trotz Wirtschaftkrise hat sich das Wachstum rasant beschleunigt. Alle anderthalb Jahre wird sich die Ausdehnung des Digitalen Universums erwartungsgemäß verdoppeln, womit 2012 fünfmal mehr Informationen erzeugt werden als noch im Jahr 2008. Die aktuelle Zahl an Gigabytes entspricht beispielsweise 162 Billionen digitalen Fotos oder 19 Milliarden handelsüblichen DVDs. Schon aus diesem Grund kommt auf Dauer kein Rechenzentrum am Thema Virtualisierung vorbei.
Virtuelle IT ist effizienter
Generell basieren Virtualisierungstechnologien auf der Trennung der logischen Sicht von den physischen Ressourcen. Dieser Abstraktionsschritt ermöglicht es Rechenzentren beispielsweise, ganze Server-Farmen auf wenige Systeme zu konsolidieren. Moderne Mehrkernprozessorgeräte können pro Core dann durchaus acht bis zwölf Server ersetzen – wobei dieser Wert im Einzelfall vom konkreten Einsatzgebiet abhängt. Bei Web-Servern etwa liegt er zumeist um ein Vielfaches höher; bei Datenbankservern dagegen deutlich niedriger, oft nur bei fünf und darunter. Allgemein gilt: Je größer der Konsolidierungsfaktor, desto größer sind die potenziellen Einspareffekte. Bei dezidierten, nicht virtualisierten Servern liegt die Auslastung typischerweise bei 15 Prozent. Durch Virtualisierung steigt dieser Wert auf bis zu 85 Prozent, bei einem Konsolidierungsfaktor von 1 zu 100. Im gleichen Maß sinken Stromverbrauch und Platzbedarf. Entsprechend weniger Fläche muss klimatisiert werden – ebenfalls ein Beitrag zu höherer Energieeffizienz im Rechenzentrum. Virtuelle Server sind zudem unabhängig von einer bestimmten CPU. Sie lassen sich auf der physischen Infrastruktur nahezu beliebig hin und her verschieben. Hardware kann bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden. Auch müssen weniger physische Server vorgehalten werden, um ausreichend Redundanz für den Ausfallschutz zu garantieren.

Ganzheitliche Sicht tut not
Ganz ähnlich sieht es im Speicherumfeld aus. Per Storage-Virtualisierung lassen sich logische Datenträger unabhängig von physischen Disk-Systemen einrichten, ändern, verwalten und sichern. Die Vorteile liegen auf der Hand: unterbrechungsfreie Backup/Recovery-Verfahren, flexible Storage-Zuteilung, höherer Datendurchsatz, verbesserte Kapazitätsausnutzung und stark vereinfachtes Speichermanagement. Aber Vorsicht, in der Praxis werden Server- und Speicher- sowie Applikations- und Desktop-Virtualisierung oft isoliert betrachtet. Die zugehörigen Projekte sind untereinander kaum oder gar nicht koordiniert. Virtualisierung wird dann an allen möglichen Stellen implementiert – nur nicht im Kern der IT-Architektur. Trotz kurzfristiger Effekte birgt unkoordinierte Virtualisierung gewaltige Risiken. Denn auf lange Sicht droht die Komplexität der Gesamtinfrastruktur aus dem Ruder zu laufen, statt wie erwartet zurückzugehen. Die Managementkosten steigen wieder an, und die Fähigkeit, flexibler auf Geschäftsanforderungen zu reagieren, war ein kurzes Zwischenspiel.
Virtualisierung sollte daher als ganzheitliche Herausforderung begriffen werden, die alle Infrastrukturebenen im Rechenzentrum gleichermaßen betrifft: Server, Clients, Speicher, Netzwerk und Applikationen. Bei der Planung sollten zudem sämtliche Umgebungsprozesse unter die Lupe genommen werden, zum Beispiel Backup/Recovery-Verfahren: Wurden Daten vor der Virtualisierung applikationsbezogen gesichert, sprach das Verfahren naturgemäß physische Geräte an – die nach vollzogener Virtualisierung aber keinen festen Bezug mehr zur betroffenen Applikation aufweisen. Verallgemeinernd lässt sich sagen: Virtualisierung erfordert umfassende Prozessanpassungen bei Datensicherung, Monitoring, Steuerung sowie im organisatorischen Bereich. Neu durchdacht werden muss unter anderem auch die Leistungsabrechnung gegenüber internen und externen Kunden. War die Preisbildung bisher maschinenorientiert, beispielsweise an anteiliger CPU-Nutzung ausgerichtet, müssen jetzt neue, gewissermaßen virtualisierte Abrechnungsmodelle her.
Wolken am Horizont
Virtualisierung macht den Weg frei für einen weiteren Technologietrend, dem Analysten eine goldene Zukunft prophezeien: Cloud Computing. Die grundlegenden Ideen von Cloud Computing sind nicht neu, sondern finden sich ansatzweise in vielen existierenden Host- und Outsourcing-Angeboten. Wohl deshalb wird Cloud Computing oft vorschnell als bloßes Buzzword abgetan, also als altes Konzept in neuem Wortgewand. Richtig dagegen ist, dass Cloud Computing ein ungeahntes Potenzial für Rechenzentren bietet – im Hinblick sowohl auf Effizienz und Flexibilität als auch auf die Art und Weise, wie IT-Services generell bereitgestellt werden. Marktforscher von Forrester bis Gartner sind sich einig: Cloud Computing kommt einem Paradigmenwechsel gleich und wird ein Mega-Trend für die nächsten fünf bis sieben Jahre.
Die vorläufige Zurückhaltung vieler IT-Manager könnte an der mitunter verwirrenden Begriffsverwendung liegen. Eine allgemein akzeptierte Definition des Terminus‘ Cloud Computing sucht man immer noch vergebens. Hersteller, Service-Anbieter und Analysten heben je nach Sichtweise und Interessenlage unterschiedliche Aspekte hervor. Größter gemeinsamer Nenner aller Begriffsbestimmungen ist die metaphorische Bedeutung von Cloud: gemeint ist eine Wolke im Internet, die das Wo und Wie von IT-Diensten vor den Anwendern verbirgt. Dazu erweitert Cloud Computing vorhandene serviceorientierte Konzepte wie SOA und SaaS und dehnt diese auf eine Multi-Mandanten- beziehungsweise Marktplatz-Architektur aus. IT-Services laufen irgendwo in der Wolke und sind dort jederzeit via Internet abrufbar. Wichtigstes Merkmal für die Nutzer: Sie werden vollkommen unabhängig von der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur. Dienste wie Google Docs und Gmail sind Beispiele dafür.
Für IT-Verantwortliche interessanter indessen ist die Frage, unter welchen Architektur-Voraussetzungen sie selbst derartige Cloud-Services anbieten können. Ihr vorrangiges Ziel ist es, flexibel, kostengünstig und bedarfsgerecht auf veränderte Geschäftsanforderungen zu reagieren. Wie also sieht ein Cloud-fähiges Rechenzentrum aus? Es muss vor allem eine konsequent Service-orientierte Architektur aufweisen, die auf allen Infrastrukturebenen durchgängig virtualisiert ist. Dies schließt neben Server- und Speicherlandschaft auch Netzwerkkomponenten und Anwendungen ein. Server-Applikationen werden dann samt Middleware, Betriebssystem und Netzanbindung in eine Art von virtuellem Cloud-Container eingepackt, der unabhängig ist von der realen Infrastruktur.
Wolkenformationen signalisieren „föderale“ IT
Solange IT-Wolken sich auf die abgeschlossene Infrastruktur diesseits von Unternehmensgrenzen beschränken, spricht man von internen oder privaten Clouds. Die ganze Tragweite des Konzepts wird jedoch erst offensichtlich, wenn private an öffentliche Clouds andocken. Die Wolke ist nicht mehr allein in der eigenen Infrastruktur angesiedelt, sondern in einem öffentlichen Raum. Der entscheidende Vorteil: Lastspitzen lassen sich bei Bedarf auslagern, indem virtuelle Anwendungscontainer in die öffentliche Cloud verschoben werden. Unternehmen befreien sich auf diese Weise von der Notwendigkeit, kostspielige IT-Kapazitäten lediglich für den Fall der Fälle vorzuhalten. Sie sparen also massiv Investitionen ein. Zudem verursachen kleiner dimensionierte Rechenzentren deutlich geringere Betriebs- und Energiekosten. Im Gegenzug können Rechenzentren nicht genutzte Eigenkapazitäten in der öffentlichen Cloud für fremde Nutzer freigeben – ein Geschäftsmodell, das aus ohnehin gebundenem Kapital beträchtlichen Mehrwert generieren könnte.
Die Option, innovative IT-Services bei Bedarf als Cloud-Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, ohne selbst mit Infrastrukturinvestitionen in Vorleistung gehen zu müssen, ist vor allem für Mittelständler interessant. Ein Beispiel dafür wären On-Demand-Datensicherungen für räumlich verteilte Büros. Anders als herkömmliche Verfahren bieten Cloud-Backups zudem kürzere Reaktionszeiten und ermöglichen folglich ein schnelleres Recovery.
Sicherheit für Clouds
Zweifellos klingt es verlockend, die eigene Infrastruktur ad hoc um öffentliche Cloud-Ressourcen zu ergänzen. So manchem IT-Verantwortlichen jedoch bereitet der Gedanke, sensible Daten und geschäftskritische Prozesse einer nicht kontrollierten Wolke anzuvertrauen, erhebliche Bauchschmerzen. Soll aus der föderalen Cloud-Vision tatsächlich Wirklichkeit werden, müssen neue, adäquate Sicherheitskonzepte her. IT-Organisationen müssen Kontrollfunktionen nach außen abgeben, sie dürfen dadurch aber nicht die Vertraulichkeit und Integrität sensibler Unternehmensdaten gefährden. Verschärft wird diese Herausforderung noch durch stetig wachsende Compliance-Anforderungen, die für Cloud-User natürlich ebenso gelten wie für traditionelle Rechenzentren. Notwendig ist ein Sicherheitskonzept, das nicht primär bei der Infrastruktur ansetzt, sondern bei den Informationen.
Damit Rechenzentren auch in der Zukunft effizient sind, müssen die IT-Prozesse die Geschäftsprozesse im Unternehmen optimal unterstützen und Informationen unter Einhaltung verschärfter Compliance-Regeln intelligent archivieren und verteilen. Im Hinblick auf die stetig steigenden Informationen werden Konsolidierung, Skalierbarkeit und Flexibilität der Infrastruktur immer unverzichtbarer. Ohne Virtualisierungstechnologie können diese Anforderungen nicht zuletzt auch aus räumlichen Beschränkungen künftig nicht mehr erfüllt werden. Vor dem Hintergrund der immer stärker zunehmenden Mobilität von Mitarbeitern und der globalen Verteilung von Unternehmen, werden Konzepte wie das Cloud Computing bald mehr als reine Zukunftsmusik sein und neuen Dienstleistungen den Weg ebnen. Nachhaltige und zukunftsweisende Technologien wie Enterprise Content Management, Virtualisierung und Cloud Computing schaffen somit die Grundlage für eine effiziente IT. Sie haben beste Chancen, die Ökonomie heutiger Rechenzentren grundlegend zu verändern. Die Mühe lohnt, denn am Ende stehen: mehr Effizienz, verbesserte Kostenkontrolle sowie höhere Agilität auf den globalisierten Märkten.









